BeoDPP verbindet Beratung, KI-gestützte Datenverarbeitung und Systemintegration zu einer skalierbaren Lösung für digitale Produktpässe – von der Readiness-Analyse bis zum laufenden, auditierbaren Betrieb.
DPP-Readiness für Produktgruppen, Datenquellen und Systemlandschaft
KI-gestützte Erstellung und Pflege digitaler Produktpässe
Modulare DPP-Datenmodelle für relevante Produktkategorien
Integration in PLM, ERP, PIM, QMS, LCA-Tools und Lieferantenportale
Betrieb im Beolytics Framework oder individuelle Integration
Starten Sie mit einem strukturierten Readiness-Check und erhalten Sie eine erste Einschätzung zu Produktkategorien, Scope, Datenlage, Integrationsaufwand und Handlungsfeldern.
Beratung · KI · Integration · Betrieb
Herausforderung
Der Digitale Produktpass wird für viele Produktkategorien relevant. Ein maßgeschneidertes Konzept bei der Einführung kann später bei der kontinuierlichen Pflege Probleme vermeiden.
Der digitale Produktpass entwickelt sich zu einem zentralen Instrument für Nachhaltigkeit, Kreislauffähigkeit, Markttransparenz und Konformität. Für Unternehmen bedeutet das: Produktdaten, Lieferantendaten, Materialinformationen, Nachhaltigkeitskennzahlen, Konformitätsnachweise und Zugriffsrechte müssen strukturiert, aktuell und nachweisbar bereitgestellt werden.
Die Herausforderung liegt nicht nur in der Erstellung eines ersten Produktpasses. Entscheidend ist der dauerhafte Betrieb: neue Rechtsakte, geänderte Stücklisten, aktualisierte Zertifikate, wechselnde Lieferanten, neue CO₂- oder Rezyklatdaten und unterschiedliche Zugriffsstufen.
01
Produktinformationen liegen verteilt in PLM, ERP, PIM, QMS, LCA-Tools, Excel-Dateien und Dokumentenablagen.
02
Lieferantendaten sind oft unvollständig, uneinheitlich oder nicht maschinenlesbar.
03
DPP-Anforderungen entstehen produktgruppenweise und können sich je nach Rechtsakt unterscheiden.
04
Unterschiedliche Produktkategorien benötigen unterschiedliche Datenfelder, Granularitäten und Stakeholder-Zugriffe.
05
Öffentliche und beschränkte Daten müssen sauber getrennt und rollenbasiert bereitgestellt werden.
06
Manuelle Pflege erzeugt hohe Aufwände und Compliance-Risiken.
07
Ohne Versionierung, Audit-Trail und Freigabeprozess wird der Produktpass zum Risiko.
Wer den digitalen Produktpass als einmaligen Datenexport behandelt, unterschätzt den laufenden regulatorischen und operativen Aufwand.
Wann
Ab wann ist ein digitaler Produktpass Pflicht?
Es gibt keine einheitliche Frist für den digitalen Produktpass. Ein Pass ist erforderlich, sobald ein Produkt in den Anwendungsbereich eines Rechtsakts fällt, der einen solchen vorschreibt, und zwar ab dem darin bestimmten Zeitpunkt.
Die erste produktbezogene Pflicht ist der Batteriepass ab dem 18. Februar 2027. Alles Weitere greift produktgruppenweise zwischen 2027 und 2032. Für Produktgruppen der Ökodesign-Verordnung gilt dabei: Der Stichtag ist nicht das Datum im Arbeitsplan, sondern der Erlass des delegierten Rechtsakts zuzüglich einer Übergangsfrist von mindestens 18 Monaten.
„Gesetzlich fixiert“ stammt aus angenommenen, im Amtsblatt veröffentlichten Rechtsakten. „Indikativ“ folgt dem Arbeitsplan Ökodesign 2025–2030 und dem veröffentlichten Zeitplan der Kommission, die jährlich überprüft werden.
Stand:
Warum jetzt
Warum jetzt ein Produktpass, auch ohne Ökodesign-Pflicht?
Weil der Pass in drei Ringen Wirkung entfaltet: als eigene Pflicht für einzelne Produktgruppen, als Ablageort für Pflichten, die keinen Pass schaffen, aber in ihm erfüllt werden, und als Dateninfrastruktur für Anforderungen, die kein Gesetz, sondern der Markt stellt. Die meisten Unternehmen sind in mindestens zwei Ringen betroffen, bevor der erste Stichtag greift.
1Wer muss einen Pass haben?
Wer Batterien, Detergenzien, Spielzeug oder Fahrzeuge in Verkehr bringt, und zwar zu den gesetzlich fixierten Terminen. Für Bauprodukte, Textilien, Stahl, Aluminium, Reifen, Möbel, Matratzen und IKT folgt die Pflicht aus delegierten Rechtsakten plus mindestens 18 Monaten Übergang.
Batterien18.02.2027Gesetzlich fixiert
Detergenzien und Tenside23.09.2029Gesetzlich fixiert
So hilft BeoDPP: Der DPP-Readiness-Check ordnet Ihr Portfolio den Rechtsreife-Kategorien zu und liefert je Produktgruppe Scope, Datenlücken und Fahrplan.
2Welche Pflichten landen im Pass, ohne einen zu schaffen?
Mindestens sechs Rechtsakte verlangen Daten oder Dokumente, für die der Pass der vorgesehene oder naheliegende Ort ist: Konformitätserklärung, Betriebsanleitung, Verpackungskennzeichnung, Magnetdaten, Reparaturinformationen und Rückverfolgbarkeit. Keiner davon schafft einen eigenen Pass; jeder von ihnen macht einen vorhandenen Pass wertvoller.
Vorläufige Einigung
Omnibus IV: „standardmäßig digital“ in 20 Produktrechtsakten
Vorläufige Einigung 09.06.2026 · Anwendung rund 30 Monate nach Inkrafttreten
Was im Pass landet: Die EU-Konformitätserklärung wird digital verpflichtend; Anleitungen dürfen digital bereitgestellt werden (Option, Papier auf Verlangen bis 24 Monate nach Kauf). Wo ein Produktpass bereits vorgeschrieben ist, sind beide nur dort bereitzustellen. Größte Wirkung im Maschinen- und Anlagenbau.
„Where other Union legislation applicable to machinery or related products requires the economic operator to include the information that the product complies with the requirements set out in that legislation in a digital product passport or to upload the EU declaration of conformity or instructions in a digital product passport, the information required in Parts A of Annex V to be included in the EU declaration of conformity or, as appropriate, the EU declaration of conformity required in Article 21, and the instructions and information referred to in Article 10(7), where provided in digital format, shall be provided only in that digital product passport.“
BeoDPP: KI-Agenten extrahieren Konformitätserklärungen und Anleitungen aus bestehenden Dokumentbeständen und legen sie versioniert im Pass ab – ein Speicherort statt Papier, PDF-Ablage und Website.
Geltendes Recht
Maschinenverordnung: digitale Betriebsanleitung
ab 20.01.2027
Was im Pass landet: Art. 10 Abs. 7 Verordnung (EU) 2023/1230 erlaubt die Betriebsanleitung in digitaler Form: online für die erwartete Lebensdauer, mindestens zehn Jahre; Papier auf Verlangen kostenlos binnen eines Monats; Sicherheitsinformationen für nicht-professionelle Nutzer zusätzlich auf Papier. Der Pass ist der naheliegende Ablageort.
BeoDPP: Anleitungen werden als versionierte, sprachfähige Dokumente mit Zugriffsstufen im Pass geführt; der Datenträger auf der Maschine verweist auf die jeweils gültige Fassung.
Geltendes Recht
Verpackungsverordnung: ein gemeinsamer Datenträger
in Kraft seit 11.02.2025 · harmonisierte Kennzeichnung frühestens 12.08.2028
Was im Pass landet: Die Verordnung (EU) 2025/40 schafft keinen Produktpass. Art. 12 Abs. 5 verlangt aber einen einzigen gemeinsamen Datenträger für Produkt- und Verpackungsinformationen, sobald das Produkt einen Pass trägt; nationale Kennzeichnungen dürfen nur noch digital erfolgen. Die Durchführungsrechtsakte zur Kennzeichnung sind überfällig, der Termin 2028 verschiebt sich entsprechend.
BeoDPP: Materialzusammensetzung, Recyclingfähigkeit und Rücknahmesystem der Verpackung werden als eigener, klar getrennter Informationsbereich im selben Datenträger mitgeführt.
Geltendes Recht
Kritische Rohstoffe: Dauermagnete über Datenträger
ab 24.05.2027
Was im Pass landet: Art. 28 und 29 Verordnung (EU) 2024/1252: Kennzeichnung, Datenträger mit eindeutiger Produktkennung und Angaben zu Gewicht, Position, Zusammensetzung und sicherer Entnahme der Magnete; Rezyklatanteil für Neodym, Dysprosium, Praseodym, Terbium, Bor, Samarium, Nickel und Kobalt. Der Produktpass ist als Erfüllungsweg ausdrücklich zugelassen.
BeoDPP: Magnetdaten aus Stückliste und Lieferantenerklärungen werden dem Produkt zugeordnet und mit dem Pass für Fahrzeuge, Motoren, Wärmepumpen und E-Bikes verknüpft.
Geltendes Recht
Recht auf Reparatur: Reparaturinformationen
anwendbar seit 31.07.2026 · deutsches Umsetzungsgesetz 25.06.2026
Was im Pass landet: Richtlinie (EU) 2024/1799 verpflichtet Hersteller zur Reparatur von Produkten mit Ökodesign-Reparierbarkeitsanforderungen, zum Zugang zu Ersatzteilen und zu einer Website mit Reparaturinformationen; das Europäische Formular für Reparaturinformationen greift auf dieselben Daten zu. Kein eigener Pass, aber dieselben Felder: Ersatzteillisten, Demontageinformationen, Reparaturanleitungen.
BeoDPP: Reparatur- und Ersatzteildaten werden einmal im Pass gepflegt und für Reparaturbetriebe, Verbraucher und das Reparaturformular rollenbasiert ausgespielt.
Geltendes Recht
Produktsicherheit, Marktüberwachung und Zoll
GPSR seit 13.12.2024 · Art. 15 ESPR
Was im Pass landet: Die Verordnung (EU) 2023/988 verlangt Rückverfolgbarkeit, Herstellerkennung und Informationspflichten im Online-Handel; Art. 15 ESPR und Art. 23 der Spielzeugverordnung lassen Zollbehörden Existenz und Echtheit des Passes anhand der eindeutigen Registrierungskennung an der Grenze prüfen. Aus nachgelagerter Kontrolle wird digitale Vorabkonformität.
BeoDPP: Registrierungsnachweis, Konformitätsunterlagen und Rückverfolgbarkeitsdaten liegen prüfbar im Pass; Marktüberwachung und Zoll erhalten ihre Zugriffsstufe ohne manuelle Nachlieferung.
So hilft BeoDPP: Zielarchitektur und Integration legen fest, welche Dokumente und Felder aus PLM, QMS und Dokumentenablagen in welche Zugriffsstufe des Passes fließen, sodass jede dieser Pflichten am selben Ort erfüllt wird.
3Welchen Nutzen bringt ein Pass ohne Pflicht?
Kundenanforderungen, Berichtsdaten, Handelskonventionen, Fälschungsschutz und Aftersales verlangen dieselbe Infrastruktur: eine eindeutige Kennung, einen Datenträger und einen gepflegten Datensatz je Produkt. Keiner dieser Treiber ist eine Pflicht zum Pass. Jeder wird mit einem Pass günstiger erfüllt als ohne.
Markttreiber
OEM- und Catena-X-Anforderungen an Zulieferer
laufend
Was der Pass leistet: Keine Pflicht aus Unionsrecht, aber Vertragsrealität: Automobil-OEMs fordern über Catena-X Produkt-CO₂-Fußabdruck (PCF) und Batteriedaten nach dem Standard CX-0143; Manufacturing-X überträgt das Muster auf den Maschinenbau. Zulieferer ohne eigene Passpflicht müssen dieselben Daten strukturiert liefern.
BeoDPP: Das BeoDPP-Datenmodell bedient Kundenanforderungen und künftige Passpflicht aus einer Quelle; Schnittstellen zu Datenräumen werden als Integrationsmodul angebunden.
Markttreiber
CBAM und CSRD: produktbezogene Emissionsdaten
CBAM definitiv seit 01.01.2026 · erste Erklärung bis 30.09.2027
Was der Pass leistet: Keine Pflicht zum Produktpass: Das CO₂-Grenzausgleichssystem trifft Einführer, die Nachhaltigkeitsberichterstattung große Unternehmen. Beide erzeugen aber Nachfrage nach verifizierten, produktbezogenen Emissions- und Scope-3-Daten entlang der Lieferkette – dieselben Felder, die der Pass für Stahl, Aluminium und Batterien ohnehin trägt.
BeoDPP: CO₂-Fußabdruck, Rezyklatanteil und Herkunftsdaten werden einmal erhoben und für Pass, Kundenanfragen und Berichtspflichten wiederverwendet.
Markttreiber
GS1 Sunrise 2027: ein QR-Code für Kasse, Verpackung und Pass
Handel bis Ende 2027
Was der Pass leistet: Keine Pflicht, sondern Branchenkonvention: Der Handel stellt Kassensysteme bis Ende 2027 auf 2D-Codes um; große Händler setzen Lieferanten eigene Fristen. Derselbe GS1-Digital-Link-QR-Code kann Kassenprozess, Verpackungskennzeichnung nach PPWR und Produktpass auflösen – wer Etiketten ohnehin umstellt, plant den Datenträger einmal.
BeoDPP: Der Datenträger wird nach EN 18220 und ISO/IEC 15459 gestaltet und so angelegt, dass Kassen-, Verpackungs- und Passinformationen über einen Resolver getrennt erreichbar sind.
Markttreiber
Fälschungsschutz und Markenschutz
laufend
Was der Pass leistet: Keine Pflicht: Eine serialisierte, im EU-Register hinterlegte Produktkennung macht Originale prüfbar – für Zoll, Handel und Kunden. Die Registrierungskennung, die das Recht für die Grenzkontrolle vorsieht, ist zugleich der günstigste Echtheitsnachweis, den ein Hersteller haben kann.
BeoDPP: Einzelstück- oder Chargenkennungen werden im DPP-Repository geführt; Prüfanfragen laufen rollenbasiert über dieselbe Schnittstelle wie Behördenzugriffe.
Markttreiber
Aftersales, Ersatzteile und Rückruf
laufend
Was der Pass leistet: Keine Pflicht: Ein Scan am Produkt führt zu Ersatzteilkatalog, Wartungshistorie, Servicepartnern und Software-Updates. Im Rückruffall kennt der Hersteller die betroffene Charge und erreicht Halter direkt – was die Produktsicherheitsverordnung als Rückrufmitteilung verlangt, wird zum Serviceprozess.
BeoDPP: Der lebende Produktpass wird zum Aftersales-Kanal: Ereignisse aus ERP, Service und Lieferanten aktualisieren den Pass automatisch, Rückrufe treffen genau die betroffenen Kennungen.
So hilft BeoDPP: Der laufende Betrieb hält den Pass mit ERP-, Lieferanten- und Serviceereignissen aktuell, sodass dieselben Daten Kundenanfragen, Berichte, Handel und Aftersales bedienen.
Stand:
Lösung
BeoDPP macht aus verteilten Produktdaten einen lebenden digitalen Produktpass.
BeoDPP orchestriert den gesamten DPP-Prozess: von der regulatorischen Einordnung über das Datenmodell und die Systemintegration bis zur Erstellung, Prüfung, Veröffentlichung und kontinuierlichen Aktualisierung digitaler Produktpässe.
Die Lösung kann im Beolytics Framework betrieben oder individuell in bestehende Kundensysteme integriert werden. So entsteht kein neues Datensilo, sondern eine DPP-fähige Architektur, die vorhandene Systeme nutzt und gezielt erweitert.
Ganzheitlichkeit
BeoDPP kombiniert fachliche Beratung, regulatorische Analyse, Datenarchitektur, KI-Technologie und Implementierung.
Modularität
Stabiler horizontaler Kern für Identität, Zugriff, Governance und Nachweisführung – ergänzt um produktgruppenspezifische Datenfelder.
Spezifisch
BeoDPP unterstützt produktgruppenspezifische DPP-Module – etwa für Bauprodukte, Textilien, Möbel, Reifen, Metalle, Elektronik und Verpackungen.
Integriert
BeoDPP verbindet sich mit bestehenden Datenquellen wie PLM, ERP, PIM, QMS, LCA-Tools und Lieferantenportalen.
Human-in-the-Loop, Prüfregeln, Freigaben, Versionierung und Audit-Trails sorgen für kontrollierte und nachvollziehbare DPP-Prozesse.
Produktkategorien
Die BeoDPP-Plattform versteht Ihre Produkte und deren Besonderheiten. Das erhöht die Qualität der Attributpflege.
Der digitale Produktpass ist eine produktspezifische, modulare Compliance- und Dateninfrastruktur. Ein allgemeiner Kern für Produktidentität, Registerfähigkeit, Zugriff nach dem Grundsatz „Kenntnis nur, wenn nötig“, Versionierung und Nachweisführung wird mit produktgruppenspezifischen Modulen ergänzt.
Der Batteriepass ist der am weitesten konkretisierte Anwendungsfall und dient BeoDPP als Reifereferenz. Die Plattform ist jedoch für viele Produktkategorien angelegt: Jede Karte nennt Rechtsgrundlage, Termin und Verbindlichkeit.
Anhang-XIII-Attribute, DIN DKE SPEC 99100 und die Kommissionsleitlinien vom 21.08.2026 als Referenzmodell für Registerfähigkeit, Zugriffsstufen und auditierbare Lifecycle-Prozesse.
Leistungs-, Material-, Abrieb- und Recyclinginformationen bündeln – Verbindung zwischen technischer Produktleistung und regulatorischer Nachweisführung.
Rezeptur-, Sicherheits- und Informationspflichten strukturiert und prüfbar abbilden – von Inhaltsstoffen bis zu Notfallinformationen für Giftinformationszentren.
Reparatur- und Demontageinformationen, Rezyklatanteil, gefährliche Stoffe, Ersatzteilkataloge und Magnetdaten in einem Pass verknüpfen – interoperabel mit dem Batteriepass.
Magnetgewicht, Position, Zusammensetzung und Entnahmehinweise für Motoren, Wärmepumpen, E-Bikes und Fahrzeuge strukturiert im Pass bereitstellen.
Weitere Kandidaten: Kunststoffe, Glas, Papier, Chemikalien, Kosmetik, Farben & Lacke, Schmierstoffe – DPP-Readiness und Datenquellenanalyse sind bereits heute wertvoll.
Stand:
Infrastruktur
Was gilt seit Juli 2026?
Die Infrastruktur des Produktpass-Rahmens ist in Betrieb: Das EU-Register ist seit dem 20. Juli 2026 verfügbar, und sechs harmonisierte Normen begründen seit dem 15. Juli 2026 die Konformitätsvermutung. Wer heute registrieren will, kann das bereits, bevor der erste verbindliche Stichtag greift.
seit 20.07.2026
Das digitale Produktpassregister ist in Betrieb
Die Durchführungsverordnung (EU) 2026/1778 regelt Registerarchitektur, eIDAS-Identitätsprüfung (qualifiziertes elektronisches Siegel, Verifizierung höchstens drei Jahre gültig) und die eindeutige Registrierungskennung, die an der Grenze geprüft werden kann. Registrierung auf Modell-, Chargen- oder Einzelstückebene je nach Rechtsakt.
BeoDPP: BeoDPP bildet den Registrierungsprozess ab: eindeutige Produktkennung, Registrierungsmetadaten und Registrierungsnachweis werden im DPP-Repository geführt und versioniert.
seit 15.07.2026
Sechs harmonisierte Normen begründen die Konformitätsvermutung
Der Durchführungsbeschluss (EU) 2026/1736 zitiert EN 18216 (Datenaustausch), EN 18219 (eindeutige Kennungen), EN 18220 (Datenträger), EN 18221 (Datenspeicherung und Persistenz), EN 18222 (Schnittstellen) und EN 18223 (Systeminteroperabilität) für Art. 10 und 11 ESPR. prEN 18239 (Zugriffsrechte) und prEN 18246 (Datenauthentifizierung) stehen noch aus. Die Vermutung gilt nicht für den Batteriepass.
BeoDPP: Das BeoDPP-Datenmodell und die Schnittstellen orientieren sich an der Reihe EN 1821x; die Konformität mit den zitierten Normen wird in der Zielarchitektur je Produktgruppe dokumentiert.
Art. 10 Abs. 4 ESPR
Pflicht zur Sicherungskopie beim Inverkehrbringen
Der Wirtschaftsteilnehmer muss zusätzlich eine Sicherungskopie des Passes über einen unabhängigen Digitalproduktpass-Drittdienstleister verfügbar machen; Anhang III Buchst. l verlangt dessen Angabe im Pass selbst. Die Pflicht ist in Art. 27 Abs. 1 Buchst. c (Hersteller) und Art. 29 Abs. 2 Buchst. c (Einführer) gespiegelt.
BeoDPP: Die Backup-Strategie – Auswahl des Drittdienstleisters, Synchronisation, Nachweisführung – ist fester Bestandteil des DPP-Konzepts und der Zielarchitektur.
indikativ Q2/Q3 2027
Der delegierte Rechtsakt zu Digitalproduktpass-Dienstleistern fehlt noch
Anforderungen an Dienstleister und ein mögliches Zertifizierungssystem sind in Erwägungsgrund 40 ESPR angelegt, aber nicht erlassen. Bis dahin ist ungeklärt, wer einen Pass hosten darf. Wer heute eine Plattform beauftragt, sollte die Konformität mit EN 1821x vertraglich festschreiben.
BeoDPP: BeoDPP kann im Beolytics Framework betrieben oder in Kundensysteme integriert werden; die Hosting-Entscheidung bleibt offen, bis der Rechtsakt vorliegt, und wird durch Regulierungsmonitoring nachgeführt.
„Sobald die Registrierung eines digitalen Produktpasses erfolgreich validiert wurde, wird eine eindeutige Registrierungskennung generiert, im Register gespeichert und gemäß Artikel 8 automatisch über denselben Dienst, der vom Akteur beim Registrieren des digitalen Produktpasses zum Hochladen von dessen Daten verwendet wurde, an diesen Akteur übermittelt.“
Moderne KI-Technologie für regulatorisch belastbare Produktpässe
Multiagentensysteme
Spezialisierte KI-Agenten übernehmen Regulierungsanalyse, Datenextraktion, Mapping, Validierung, Update-Überwachung und Audit-Vorbereitung.
Knowledge Graphs
Produkte, Komponenten, Materialien, Lieferanten, Zertifikate, Dokumente, Rechtsanforderungen und DPP-Felder werden semantisch verknüpft.
LLM + RAG
Rechtsakte, technische Unterlagen, Lieferantendokumente und Nachweise werden analysiert und in strukturierte Anforderungen übersetzt.
Vektordatenbanken
Große Dokumentenbestände werden durchsuchbar und für KI-gestützte Analyse nutzbar.
Regel-Engines
Pflichtfelder, Zugriffsrechte, Freigaben, Validierungen und Auditregeln werden deterministisch geprüft.
DPP-Repository
Strukturierte Produktpassdaten werden versioniert, nachvollziehbar und API-fähig verwaltet.
Produktkategorie-Module
Kategorieabhängige Datenfeldbibliotheken und Prüfregeln für Bauprodukte, Textilien, Reifen, Metalle, Elektronik und mehr.
PLM/ERP/PIM/QMS/LCA-Schnittstellen
Bestehende Systemlandschaften werden angebunden, statt neue Datensilos aufzubauen.
Event-driven Architecture
Änderungen an Stücklisten, Lieferanten, Zertifikaten oder Nachhaltigkeitsdaten lösen automatisch DPP-Prüfungen und Updates aus.
IAM und Zugriffskontrolle
Öffentliche und beschränkte Daten werden rollenbasiert bereitgestellt.
Audit- und Versioning-Layer
Änderungen, Quellen, Prüfungen und Freigaben bleiben revisionssicher nachvollziehbar.
Generative KI dort, wo Komplexität verstanden werden muss. Regeln und Workflows dort, wo Verlässlichkeit zählt.
Workflow
Vom Scope bis zum laufenden Betrieb: der BeoDPP-Prozess
1
DPP-Readiness prüfen
Analyse von Produktgruppen, Rechtslage, Datenquellen, Systemlandschaft und organisatorischer Reife.
2
Produktportfolio klassifizieren
Zuordnung der Produkte zu Rechtsreife-Kategorien: sektoral konkretisiert, ESPR-priorisiert, JRC-/Policy-Kandidat oder derzeit nicht priorisiert.
3
Produktscope und Rechtsgrund bestimmen
Einordnung nach ESPR, sektoralen Anforderungen, delegierten Rechtsakten und relevanten Compliance-Triggern.
4
Datenquellen und Datenlücken identifizieren
Mapping von PLM, ERP, PIM, QMS, LCA, Lieferantendaten, Dokumenten und Nachweisen.
5
Modulares DPP-Datenmodell aufbauen
Definition von Kernfeldern, produktgruppenspezifischen Feldern, freiwilligen Feldern und Zugriffsstufen.
6
Produktmodule konfigurieren
Aktivierung und Anpassung der passenden Kategorie-Module für Bauprodukte, Textilien, Möbel, Reifen, Metalle, Elektronik oder Verpackungen.
7
Systeme anbinden und Daten orchestrieren
Integration über APIs, Datenpipelines und kundenspezifische Schnittstellen.
8
KI-gestützt extrahieren, verknüpfen und prüfen
Multiagentensysteme und Knowledge Graphs unterstützen Datenextraktion, Validierung und Konsistenzprüfung.
9
Freigeben und veröffentlichen
Human-in-the-Loop, Rollenmodell, Audit-Trail und Versionierung sichern die kontrollierte Bereitstellung.
10
Kontinuierlich aktualisieren
Eventbasierte Updates bei Änderungen an Produkt, Lieferant, Zertifikat, Material, Footprint oder regulatorischer Anforderung.
Der digitale Produktpass ist kein Einmalprojekt – er lebt mit Ihren Produkten.
Beratung & Implementierung
Eine Lösung – passend zu Ihrer Produktkategorie, DPP-Reife und Systemlandschaft.
BeoDPP wird passend zur Kundensituation umgesetzt: als Lösung im Beolytics Framework oder als individuelle Integration in bestehende Systemlandschaften – vom Readiness-Check bis zum laufenden Betrieb.
01
DPP-Readiness-Check
Strukturierte Analyse als Einstieg: betroffene Produktgruppen, regulatorischer Scope, Rechtsreife je Produktkategorie, Datenquellen, Datenlücken, Systemlandschaft, Governance und Risiken.
Output: Readiness-Score, Produktkategorie-Mapping, Datenquellen-Mapping, Gap-Liste und empfohlene Roadmap.
02
DPP-Konzept und Zielarchitektur
Gemeinsame Definition des künftigen DPP-Betriebsmodells: Datenmodell, Produktkategorie-Module, Zugriffslogik für öffentlich zugängliche und beschränkte Daten, Rollen- und Freigabemodell, Integrationsarchitektur und Update-Prozesse.
Output: DPP-Zielarchitektur, Datenmodell und Integrationsplan.
03
Implementierung im Beolytics Framework
Schneller Aufbau einer DPP-fähigen Lösung auf Basis vorhandener Beolytics-Komponenten: KI-Agenten, Knowledge Graph, DPP-Repository, Produktkategorie-Module, Schnittstellen und Dashboard.
Output: Funktionsfähiges DPP-System im Beolytics Framework.
04
Individuelle Integration in Kundensysteme
Für Unternehmen mit etablierter IT-Landschaft: Integration in bestehende PLM-, ERP-, PIM-, QMS- oder LCA-Systeme; kundenspezifische APIs; Einbindung vorhandener IAM-, Compliance- und Audit-Prozesse.
Output: DPP-Erweiterung der bestehenden Architektur ohne neues Datensilo.
05
Kontinuierlicher Betrieb und Weiterentwicklung
DPP ist kein Einmalprojekt. BeoDPP unterstützt den laufenden Betrieb: Regulierungsmonitoring, Datenqualitätsprüfung, Update-Trigger, Audit-Vorbereitung, Erweiterung um neue Produktgruppen.
Output: Dauerhaft aktueller, skalierbarer und regelkonformer DPP-Betrieb.
Sicherheit & Governance
Kontrollierte KI für sensible Produkt- und Compliance-Daten.
BeoDPP verbindet KI-Automatisierung mit klarer Governance. Kritische Entscheidungen bleiben nachvollziehbar, prüfbar und freigabefähig. Die Lösung ist darauf ausgelegt, Datenschutz, Informationssicherheit, Geschäftsgeheimnisse und Auditfähigkeit von Beginn an zu berücksichtigen.
Human-in-the-Loop
Fachliche und regulatorische Freigaben bleiben kontrollierbar. KI entscheidet nicht allein.
Audit-Trails
Quellen, Änderungen, Prüfungen und Entscheidungen werden nachvollziehbar dokumentiert.
Rollenbasierter Zugriff
Öffentliche und beschränkte Daten werden getrennt und rollenbasiert für Verbraucher, Behörden, Recycler und Interne bereitgestellt.
Datenschutz by Design
Personenbezogene Daten werden vermieden, minimiert oder kontrolliert verarbeitet.
Informationssicherheit
Zugriff, Speicherung, Protokollierung und Schnittstellen werden sicherheitsorientiert gestaltet.
Geschäftsgeheimnisse schützen
Sensible Lieferanten-, Material- oder Kalkulationsdaten werden nicht pauschal offengelegt.
Versionierung
Jeder Produktpass bleibt über seinen Lebenszyklus hinweg nachvollziehbar und auditierbar.
Regelbasierte Validierung
KI-Ergebnisse werden durch Pflichtfeld-, Plausibilitäts- und Freigaberegeln deterministisch abgesichert.
Die Nutzung künstlicher Intelligenz beschleunigt die Erstellungs- und Pflegeprozesse und spart damit Zeit und Kosten. Governance sichert die Qualität und Zuverlässigkeit ab.
BeoDPP nutzt KI, um komplexe Produkt- und Compliance-Daten schneller nutzbar zu machen. Gleichzeitig sorgen Rollenmodelle, Freigaben, Audit-Trails und Human-in-the-Loop-Prozesse dafür, dass digitale Produktpässe kontrolliert und nachvollziehbar betrieben werden.
DPP-Readiness-Check
Welche Produktkategorien sind in Ihrem Unternehmen DPP-relevant?
Ein strukturierter Einstieg für Unternehmen, die wissen möchten, wie groß ihr Handlungsbedarf ist und welche Produktkategorien, Daten, Systeme und Prozesse zuerst betrachtet werden sollten.
?Typische Fragenbereiche
Welche Produktgruppen könnten betroffen sein?
Gibt es bereits sektorale oder erwartbare DPP-Anforderungen?
Wo liegen Produkt-, Material-, Nachhaltigkeits- und Konformitätsdaten?
Welche Systeme müssen angebunden werden?
Wie hoch ist der manuelle Aufwand heute?
✓Ihr Ergebnis
DPP-Readiness-Score
Produktkategorie-Mapping
Einschätzung der wichtigsten Datenlücken
Erste Integrationshypothese
Priorisierte Handlungsfelder
Empfehlung für nächsten Workshop oder Umsetzungsfahrplan